FC Bayern findet wohl Abnehmer für Palhinha in Portugal
Die Zukunft von João Palhinha liegt in seinem Heimatland. Der 31 Jahre alte Portugiese steht vor einem Transfer zu Benfica Lissabon. Bayern-Vorstand Eberl äußert sich zum Stand des Wechsels.
München (dpa) - Der FC Bayern München hat in der Endphase des Sommer-Transferfensters doch noch einen Abnehmer für João Palhinha gefunden. Der 31 Jahre alte Portugiese steht kurz vor einer Rückkehr in sein Heimatland zu Benfica Lissabon, nachdem sich ein Transfer in die englische Premier League zu Europa-League-Sieger Aston Villa zuvor zerschlagen hatte.
Bayern-Sportvorstand Max Eberl bestätigte in der Pressekonferenz zum Finale um den Franz-Beckenbauer-Supercup an diesem Samstagabend in Dortmund, dass «sehr viel Bewegung» in dem programmierten Transfer sei. «Trotzdem sind noch ein paar Dinge zu klären», äußerte Eberl. Im Gespräch ist eine fixe Ablösesumme um die 15 Millionen Euro zuzüglich möglicher Bonusbeträge.
Palhinha spielt beim deutschen Rekordmeister trotz eines Vertrags bis 2028 in den sportlichen Planungen von Bayern-Coach Vincent Kompany keine Rolle. Er war bereits in der vergangenen Saison an Tottenham Hotspur ausgeliehen. Ein Transfer kam im Anschluss nicht zustande.
Einst Tuchels Wunschspieler
Der Mittelfeldspieler, der beim großen Benfica-Rivalen Sporting Lissabon ausgebildet wurde, war im Sommer 2024 mit einjähriger Verspätung als Wunschspieler von Thomas Tuchel für rund 50 Millionen Euro vom FC Fulham nach München gewechselt. Als Palhinha beim deutschen Rekordmeister anfing, war Tuchel aber nicht mehr Bayern-Coach.
Zum Kompany-Fußball passt der klassische Defensiv-Sechser wiederum nicht. Aston Villa hatte als möglicher Abnehmer für Palhinha in diesem Sommer nur ein Leihangebot mit einer Kaufoption gemacht. Das hatte nach Angaben von Eberl aber nicht funktioniert.
Der deutsche Meister würde bis zum Ende der Transferperiode am 1. September nun noch gerne Verteidiger Sacha Boey und Angreifer Bryan Zaragoza abgeben.
«Wir haben noch fast zweieinhalb Wochen Zeit», sagte Eberl. «Wir haben von Anfang an sehr klar kommuniziert, sowohl intern als auch extern, wie die Situation ist. Es ist immer nicht leicht, solche Entscheidungen zu fällen, solche Mitteilungen zu geben, aber es ist halt auch Teil des Business.»