Zum Hauptinhalt springen

Into The Ether & Gavin Beach - Mine | Neuvorstellung

Into The Ether verbindet auf „Mine“ reduzierte Wärme mit viel Raum und Gefühl. Dazu kommt Gavin Beach mit einer Stimme, die nah dran bleibt und den Track trägt, ohne ihn zu überladen. Ein sauber gebauter Melodic-House-Titel für ruhige, dichte Momente.

CHILLOUT ANTENNE ANTENNE BAYERN GmbH & Co. KG CHILLOUT ANTENNE Logo
Into The Ether & Gavin Beach - Mine

Warmer Melodic House mit Tiefgang: Into The Ether und Gavin Beach setzen auf Nähe statt Größe

Dieser Track läuft eher leise an und gewinnt genau daraus seine Wirkung. „Mine“ ist der Titeltrack einer EP auf Purified Records und bringt zwei Acts zusammen, die Gefühl nicht aufblasen, sondern präzise setzen. Into The Ether ist das Projekt des britischen Produzenten Jordan Clayton, der zwischen Melodic House, Progressive House und organischen Texturen arbeitet; Gavin Beach kommt aus Cardiff, schreibt und singt seit Jahren für elektronische Produktionen und bringt genau diese direkte, warme Stimme mit.

Abends am Bahnsteig zieht kalte Luft durch die Jackenärmel, irgendwo quietschen Bremsen, und im Kopfhörer schiebt sich erst nur ein weiches Pad nach vorn. Dann setzt Gavin Beach nah und ruhig ein, während darunter ein runder Subbass arbeitet und der Track mehr trägt als drückt. Genau so baut „Mine“ seine Spannung auf: mit reduzierter Produktion, viel Raum zwischen den Elementen und einer Stimme, die nicht über dem Beat schwebt, sondern in ihm sitzt. Offiziell als Produzent ist Jordan Thomas Clayton genannt, Gavin Beach ist an Vocals, Komposition und Text beteiligt. Das passt zum Eindruck: Hier wird nichts zugeschüttet. Die Synth-Linien bleiben kontrolliert, der Groove rollt eher, als dass er marschiert, und selbst die emotionalen Spitzen wirken nie kitschig.

Into The Ether hat sich mit atmosphärischem, melodischem Sound zwischen Anjunadeep-Nähe und clubtauglicher Präzision einen Namen gemacht. Gavin Beach bringt aus anderen Kollabos reichlich Erfahrung mit, unter anderem aus dem elektronischen und popnahen Bereich. Wofür die beiden hier stehen, ist schnell klar: erwachsene Dance-Musik mit Herz, aber ohne Pathos. Anders ist an „Mine“ vor allem die Disziplin. Viele Tracks dieser Ecke wollen sofort groß wirken. Dieser hier bleibt bewusst nah dran und gewinnt genau dadurch.

Im Programm passt „Mine“ in die späteren, dichteren Strecken und funktioniert stark über Atmosphäre statt Effekt. Wenn Into The Ether diese Linie weiterzieht, dürfte da noch mehr Material für genau diese ruhige, druckvolle Nische kommen.

Jetzt hören bei YouTube