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Don Diablo - The Way I Are | Neuvorstellung

Don Diablo greift „The Way I Are“ nicht einfach auf, sondern baut den Song als moderne Club-Version neu. Das Ergebnis ist druckvoll, sauber produziert und klar auf Zug nach vorn angelegt, ohne die Vorlage zu verstecken.

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Don Diablo

Don Diablo dreht einen 2000er-Hit in Richtung Future House und hält den Druck konstant hoch

Jetzt taucht in der Rotation ein Track auf, der sofort einen Wiedererkennungswert mitbringt, aber nicht auf Nostalgie stehenbleibt: Don Diablo nimmt sich „The Way I Are“ vor. Der Niederländer gehört seit Jahren zu den festen Größen im Future House und hat mit seinem Label HEXAGON eine eigene Plattform dafür aufgebaut. Sein Sound steht meist für klare Kanten, große Drops und Produktionen, die gleichzeitig sauber und massentauglich wirken.

Im Großraumbüro summt die Lüftung, draußen hängt graues Licht vor den Fenstern, und zwischen Jacken, Kaffeebecher und Tastatur legt sich plötzlich dieser federnde Groove unter den Raum. Der Bass packt direkt untenrum, die Hook zündet vertraut, und ihr merkt sofort, wie der Track selbst einen trägen Nachmittag in Bewegung zieht. Genau das ist die Idee hinter dieser Version. Don Diablo beschreibt selbst, dass ihn das Original von Timbaland und Keri Hilson damals umgehauen hat und er lange an einer eigenen Fassung für seine Sets gearbeitet hat. Laut seinen Angaben war die Nummer über längere Zeit eine stark nachgefragte ID in seinen Shows, außerdem habe Timbaland die neue Version abgesegnet.

Musikalisch heißt das: Der Kern der Vorlage bleibt klar erkennbar, aber das Arrangement schiebt stärker nach vorn. Statt kantigem Electrohop sitzt hier ein moderner House-Unterbau mit druckvollem Kick-Gerüst, breitem Low-End und einem Build-up, das klar auf Festival- und Clubenergie zielt. Auch die Credits zeigen, dass Don Diablo die DNA des Originals bewusst stehenlässt: Als Autoren sind unter anderem Timbaland, Keri Hilson und weitere Namen des Ursprungstitels gelistet. Was anders ist? Diese Fassung hängt weniger an der Attitüde der Nullerjahre und mehr an einem glatten, hellen Mainstage-Finish.

Im Programm funktioniert das als Brücke zwischen Erinnerung und Gegenwart. Der Song erwischt euch schnell, weil die Hook sitzt, bleibt aber wegen des Produktionsdrucks nicht im Rückspiegel hängen. Für Don Diablo ist das außerdem ein weiterer Beleg dafür, wie konsequent er bekannte Motive in sein eigenes House-Universum überführt.

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