«Einmalig»: Aspach vor historischem Pokal-Hit gegen Augsburg
Drittligist SG Sonnenhof Großaspach hofft auf den nächsten Coup. Sportchef und Ex-Profi Julian Schieber will die verkorkste Generalprobe nicht überbewerten - und hat eine spezielle Verbindung zum FCA.
Aspach (dpa/lsw) - Die missglückte Generalprobe kann die Vorfreude bei der SG Sonnenhof Großaspach auf das Pokal-Highlight nicht trüben. «Man merkt, wie einen jetzt immer mehr Menschen darauf ansprechen. Dieses Spiel ist einmalig in unserer bisherigen Vereinsgeschichte», sagte Sportchef Julian Schieber der Deutschen Presse-Agentur vor der Partie gegen den FC Augsburg am Dienstag (18.00 Uhr/Sky). Bei seiner vierten Teilnahme hat der Fußball-Drittligist erstmals die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht - und will dort nun erneut überraschen.
«Wir freuen uns, dass wir einen Bundesligisten bekommen haben. Dazu einen mit viel Tradition - und der schon so manches Ausrufezeichen gesetzt hat diese Saison», sagte Schieber. Der Ex-Profi spielt auf das 2:2 der Augsburger im Ligaspiel gegen Rekordmeister FC Bayern München vor wenigen Wochen an.
Die Aspacher setzten sich in der ersten Pokal-Runde im Elfmeterschießen gegen Zweitligist Arminia Bielefeld durch. In der Liga steckt der Aufsteiger aber im Abstiegskampf - nach der heftigen 1:7-Klatsche beim SV Wehen Wiesbaden am vergangenen Samstag erst recht. «Wenn wir unsere Leistungsgrenze nicht erreichen und der Gegner dazu noch eiskalt ist, kann genau das passieren», sagte Schieber über die Niederlage. Beirren lassen will er sich davon nicht.
Duell mit Schiebers letztem Profi-Club
«Wir werden schauen, dass wir gegen Augsburg direkt einen Fuß in die Tür kriegen», kündigte der frühere Bundesliga-Stürmer an.
Für Schieber ist der Pokal-Hit auch ein Duell mit seinem ehemaligen Arbeitgeber. Unter FCA-Trainer Manuel Baum spielte Schieber einst selbst für die Fuggerstädter - mit Jeffrey Gouweleeuw und Offensivmann Michael Gregoritsch sogar noch in einem Team. «Ich freue mich wirklich auf die Jungs», sagte der 37-Jährige.
2018 war Schieber, der zuvor für den VfB Stuttgart, den 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund und Hertha BSC stürmte, nach Augsburg gewechselt. Seine Zeit beim FCA endete unrühmlich: Er wurde aussortiert und beendete 2021 seine Karriere. «Natürlich hat das wehgetan», sagte er rückblickend. Das Thema sei aber längst abgehakt, sein Verhältnis zum Club ein gutes. «Es geht hier auch nicht um Julian Schieber, es geht um das größte Spiel unseres Vereins.»